Observation Point Alpha
Der Beobachtungspunkt Point Alpha lag direkt an der innerdeutschen Grenze zwischen Rasdorf (Hessen) und der Stadt Geisa (Thüringen, damals DDR).
Er wurde 1965 von der US-Armee eingerichtet. Die hier stationierten Soldaten gehörten zunächst zum 14th Armored Cavalry Regiment (ACR). Ab 1972 übernahm dann das 11th Armored Cavalry Regiment („Black Horse“) die Aufgabe der Grenzüberwachung. Die beiden ACRs entsprachen von ihrer operativen Aufstellung den Panzeraufklärungseinheiten der Bundeswehr und waren dem V. US-Korps unterstellt. Das Korps sollte in einem Kriegsfall einen rund 100 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze gegen vordringende Truppen der sowjetischen 8. Gardearmee und der Nationalen Volksarmee verteidigen. Weiter nördlich hatten das III. deutsche Korps, weiter im Süden das VII. US-Korps diese Aufgabe.
Die US-Armee wandelte Point Alpha im Laufe der Zeit in einen kleinen Stützpunkt um. Feste Unterkünfte, eine Küche, ein Speiseraum, ein Munitionslager, ein technischer Bereich und eine Tankstelle für die Fahrzeuge wurden gebaut. Die Beobachtung des DDR-Hinterlandes geschah zunächst von einem großen Holzturm aus, der später durch eine Betonkonstruktion ersetzt wurde. Direkt dahinter entstand ein kreisrund angelegter Platz mit einer Wendeschleife für Geländewagen und Jeeps. Hier fand auch an jedem Morgen die Flaggenparade der gerade diensthabenden Einheit statt.
Die US-Armee gab Point Alpha im Jahr 1991 auf. Heute ist der Observation Point eine Gedenkstätte, aber immer noch wird hier die US-Nationalflagge Stars and Stripes gehisst.
(Aufnahme: Oktober 2015)
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