Grenzsäule
Der Verlauf der eigentlichen Grenze wurde nicht durch den Metallgitterzaun, sondern durch Grenzsäulen markiert. Pioniereinheiten der DDR-Grenztruppen stellten seit Ende 1967 insgesamt 2.735 dieser Säulen aus Beton auf. Sie waren mit schräg verlaufenden, schwarz-rot-goldenen Farbstreifen lackiert und trugen ein Staatswappen aus einer Leichtmetalllegierung. Die Grenzsäulen waren von Nord nach Süd durchnummeriert, die Säule mit der Nummer 1 stand am Priwall an der Ostseeküste. Die Nummern dienten der Führung der Grenztruppen zur Orientierung und Bezeichnung von einzelnen Grenzstellen. Auch an der Grenze zur Volksrepublik Polen waren Grenzsäulen aufgestellt.
Um den genauen Verlauf der Grenze gab es besonders in den 1960er Jahren immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der DDR und der westlichen Seite. Nach Beginn der Entspannungspolitik in den 1970er Jahren und dem Abschluss des deutsch-deutschen Grundlagenvertrags richtete man eine gemeinsame Grenzkommission ein. In jahrelanger Arbeit klärte diese Arbeitsgruppe strittige Grenzverläufe, so dass es in vielen Fällen auch zu kleineren Korrekturen der Grenzlinie kam.
(Aufnahme: Oktober 2015)
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