Straßensperre
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Straßensperre

Die als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs entstandene Grenze zwischen der sowjetischen Besatzungszone (der späteren DDR) und den britischen und amerikanischen Besatzungszonen im Westen (der späteren Bundesrepublik) trennte bald auch Verkehrswege wie Eisenbahnlinien, Straßen und Kanäle.
Mit Beginn des Kalten Krieges sperrten sowjetische Truppen nahezu alle Verbindungen zwischen Ost und West ab. Das betraf hunderte dieser seit langem benutzten Verkehrswege, nur wenige blieben als Interzonenverbindungen offen.

Die Absperrungen verschärften sich nochmals drastisch mit dem Beginn der Berlinblockade, die am 24. Juni 1948 von sowjetischer Seite nach der Währungsreform in den Westzonen verhängt wurde und bis zum Mai 1949 dauerte. Amerikaner und Briten verzichteten darauf, sich mit Gewalt Zugang zu ihren Sektoren in Berlin zu verschaffen und versorgten ihre dort stationierten Truppen sowie die gesamte Westberliner Bevölkerung über die berühmte Luftbrücke. Auch aufgrund dieser Entwicklungen war die deutsche Teilung nicht mehr aufzuhalten. Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet, am 7. Oktober des gleichen Jahres die Deutsche Demokratische Republik (DDR).
Das Foto zeigt eine rekonstruierte Straßensperre der Sowjets, wie sie in späten 1940er Jahren an der damaligen Zonengrenze typisch war. Sie entstand auf dem Rasdorfer Berg in der Rhön zwischen Hessen und Thüringen. Die russische Beschriftung des Schildes стой (Stoj) bedeutet
„Stop, Halt“.

(Aufnahme: Oktober 2015)