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Kampfpanzer M60
Kampfpanzer M60

Für mehr als 30 Jahre war der Kampfpanzer M60 der Standardpanzer der amerikanischen Armee. Er wurde bereits 1959 unter Berücksichtigung eines möglichen Einsatzes in Mitteleuropa entwickelt. Der M60 wurde mit einer modifizierten 105-mm-Kanone aus britischer Produktion ausgestattet. Zugleich achteten die Konstrukteure auf ausreichenden Panzerschutz und eine hohe Beweglichkeit.
Der M60 wurde in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickelt. Es gab mehrere kampfwertgesteigerte Versionen (M60 A1 bis A3).

Neben den beiden Hauptnutzern, der US Army und dem US Marine Corps, erhielten auch Armeen anderer Länder den M60, darunter die Türkei, Israel, Ägypten, Griechenland und Brasilien. Dort sind zum Teil noch größere Bestände vorhanden, zumal die aktuell modernsten Kampfpanzer wie der M1 Abrams, der britische Challenger 2, der französische Leclerc oder der deutsche Leopard 2 vielen Abnehmerländern zu teuer wären.
Außerhalb Europas wurden M60 auch in Gefechte mit Kampfpanzern aus sowjetischer Produktion verwickelt, etwa während des Yom-Kippur-Krieges 1973 oder bei der Operation Desert Storm. Dabei erwies sich der M60 als technisch überlegen. Sogar Panzer des sowjetischen Modells T-72 (Exportmodelle) wurden von ihm in verschiedenen Gefechten zerstört. Die US Army beschleunigte allerdings Anfang der 1990er Jahre die Einführung des neuen M1 Abrams, so dass die meisten in den USA noch vorhandenen M60 inzwischen von der Nationalgarde oder zu Ausbildungszwecken verwendet werden.
Das Foto zeigt einen M60 im amerikanischen Beobachtungspunkt Point Alpha. Einige dienten noch Ende der 1990er Jahre als Manöverdarstellungsfahrzeuge auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken im bayrischen Teil der Rhön. Die für die US Army typische Standardtarnung in einem dunklen Olivton wurde bei manchen M60 durch einen Mehrfarbtarnanstrich ersetzt. In den mitteleuropäischen Laubwaldgebieten wurde er als wirkungsvoller angesehen.

(Aufnahme: Oktober 2015)